Navigationsmenüs (Akademie der Unfallchirurgie GmbH)

Auftaktsitzung für ein Memorandum zur Qualitätssicherung von Registern in O und U am 05.11.2019 in Berlin

12.12.2019

Am 05.11.2019 fand auf Initiative der Generalsekretäre und Präsidenten von DGOOC und DGU im Tiergarten Tower Berlin eine weitere Sitzung zu den Registern in Orthopädie und Unfallchirurgie statt. Bereits am 03.07.2019 wurde die kombinierte Sitzung zum 4. Registerworkshop der DGOU und 3. Zertifizierungsworkshop der DGOU ebenfalls in Berlin abgehalten. Am 03.07.2019 war über die Arbeit der zahlreichen Register in O und U berichtet worden. Aus der Komplexizität und Heterogenität der präsentierten Register wurde die Empfehlung zur Erarbeitung eines Memorandums mit der Formulierung von allgemeingültigen Qualitätskriterien für Register abgeleitet.

Die anwesenden Teilnehmer repräsentierten am 05.11.2019 das breite Spektrum der insgesamt 17 Register, welche derzeit in Orthopädie und Unfallchirurgie betrieben werden. Dieses Spektrum reicht von so großen und etablierten Registern wie dem TraumaRegister und dem Endoprothesenregister bis hin zum Knochenmarködemsyndrom-Register und der Serumdatenbank. Neben spezifischen Aufgaben gibt es für die Register allgemeine Zielstellungen wie die Versorgungsforschung, die Optimierung der Patientenversorgung, die Gewinnung wissenschaftlich verwertbarer Datensätze, das Benchmarking und die Stärkung fachlicher Schwerpunkte. Aber auch zahlreiche Herausforderungen müssen von allen Registern gleichermaßen gemeistert werden. Dazu gehören die Punkte Datenschutz, Ethikvotum, Pseudonymisierung, Zeitraum der Datenerfassung und Follow-up, sektorenübergreifende Datenerfassung, Datenqualität, Datenheterogenität, Datenvalidierung, Datenauswertung, Datenexport, IT-Strukturen, Schnittstellen, Datenhoheit, Finanzierung, Nutzbarkeit und Publikation.

Beschlossen und mit einer inhaltlichen Gliederung vorbereitet wurde die Erarbeitung eines Positionspapiers zu Qualitätsstandards von Registern in Orthopädie und Unfallchirurgie. Dieses soll in der ersten Hälfte des Jahres 2020 erstellt werden. Dieses Memorandum soll durch Vertreter der Register in Autorengruppen formuliert und nach Fertigstellung zunächst mit den verantwortlichen Fachgruppen und Sektionen abgestimmt werden. Nach Verabschiedung durch die Fachgesellschaften ist eine Publikation vorgesehen.