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NIS-Generali-Preis für Publikation zur Evaluation von Qualitätsindikatoren

12.10.2020

Der auf dem diesjährigen virtuellen TNT-Jahreskongress erstmalig ausgelobte NIS-Generali-Preis zur Verbesserung der Schwerverletztenversorgung wurde für eine Veröffentlichung über die Evaluation von Qualitätsindikatoren verliehen. Preisträgerin ist Frau Dr. Anna Hörster, die mit ihrer Arbeit „Empirische Überprüfung der Qualitätsindikatoren für Schwerverletzte im TraumaRegister DGU®“ einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag geleistet hat.

Im Rahmen dieser Untersuchung führte die Arbeitsgruppe um Dr. Hörster eine ausführliche Literaturrecherche zu den weltweit in der Schwerverletztenversorgung genutzten Qualitätsindikatoren durch. Dabei konnten 40 Indikatoren identifiziert werden, bei denen mit Daten aus dem TraumaRegister DGU® überprüft werden konnte, ob diese mit einem verbesserten Outcome assoziiert sind. Etwa die Hälfte der betrachteten Indikatoren zeigten empirisch einen Bezug zur Sterblichkeit, wobei Interventionen und Ereignisse bessere Ergebnisse zeigen als Prozesszeiten. Viele Qualitätsindikatoren bedürfen aber einer Schärfung der Definition.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird von der Sektion Notfallmedizin, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung (Sektion NIS) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) verliehen und würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zur Schwerverletztenversorgung leisten. Eingereicht werden können noch unveröffentlichte Manuskripte oder Publikation, die bereits im Vorjahr in einer anerkannten wissenschaftlichen Zeitschrift oder in Buchform erschienen sind.

Die Preisträgerin hat sich dazu entschlossen, das von der Generali Deutschland AG gestiftete Preisgeld an actMED e.V. zu spenden, wo es der chirurgischen Ausbildung in Malawi zugutekommt.